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Bridget Jones: The Edge Of Reason (GB 2004)

December 20th, 2004

Der deutsche Titel ist Am Rande des Wahnsinns und der französische L’Âge de Raison. Nachdem ich den Film gesehen hatte bin ich sicher, dass die deutsche Übersetzung falsch ist. Bridget Jones wird erwachsen, es wird Zeit ihr infantiles Gezicke endlich abzulegen.

Handlung

Brigdet hat ihren Mark und versaut es sich durch ihre von Minderwertigkeitskomplexen gespeiste Eifersucht. Mark hat aber ein Herz aus Gold und alles wird gut.

Warum sollte man den Film sehen?

Falls man eine alleinstehende Frau in Bridgets Alter ist und die Hoffnung auf den Mr. Right nicht aufgeben will. Oder man begleitet als Mann eine solche Frau (dann sollte man aber Mr. Right Kandidat sein und das auch akzeptiert haben oder schwul).

Alternativ: Renée Zellweger ist wirklich auf den Hund gekommen.

Was nervt?

Dauernd wird versucht die Witze des ersten Teils zu reanimieren – und es schlägt immer fehl. Dadurch erreicht der Film nie den Witz des Originals.

Ocean’s Twelve (US 2004)

December 20th, 2004

Aufguss des Remakes Ocean’s Eleven in der Tasse von Entrapment (1999) – Schal werden lassen und für Ocean’s Thirteen aufbewahren

Handlung

Der Bestohlene will sein Geld zurück – mit Zinsen. Also muss noch mehr als im ersten Teil geklaut werden – sonst liesse sich eine Fortsetzung ja auch nicht rechtfertigen…

Warum sollte man den Film sehen?

Wenn man wie ich ein Kinoabo hat und gerne 2h totschlagen will ohne sein Hirn oder Geldbörse zu belasten. Sehenswert finde ich nur Brad Pitt – der sieht glaubhaft fertig aus – mindestens so alt wie George Clooney, aber verlebt statt veredelt.

In Frankreich das Gejohle des Publikums bei den Bemerkungen über Franzosen ist eine unbezahlbare Dreingabe.

Was nervt?

Sehr verkrampfte Story. Teil 3 ist schon so gut wie verbindlich angekündigt. Ich hasse Handlungen wo man hinterher erzählt bekommt das man nur ein Ablenkungsmanöver gesehen hat und man in Wirklichkeit viel schlauer war als der (für dumm verkaufte) Zuschauer.

Nobody Knows (JP 2003)

December 20th, 2004

Für mich der Film des Jahres 2004! Die andere Seite der japanischen Gesellschaft.

Handlung

Vier Geschwister schlagen sich durchs Leben – ihre Mutter ist meist lang fort und geht dann für immer. Zunehmde Verwahrlosung und katastrophaler Schluss. Vielleicht eine Parabel auf unsere egozentrische Gesellschaft.

Warum sollte man den Film sehen?

Die Kinder legen eine absolut überzeugende Schauspielerleistung hin. Man glaubt manchmal eine Reportage zu sehen. Abgesehen davon ist das Begräbnis der Geschwisterkinds im Koffer am Rollfeld des Flughafens die vielleicht stärkste Szene die ich überhaupt im Kino gesehen habe. Falls man es nicht mag Untertitel zu lesen – es ist überflüssig die Bilder und das Spiel machen (die ohnehin sparsamen) Dialoge fast überflüssig.

Was nervt?

Nichts – ausser vielleicht der Klang der japanischen Sprache – nichts für westliche Ohren.

Narco (F 2004)

December 10th, 2004

Narcoleptiker fallen urplötzlich in einen Tiefschlaf. Der ideale Aufhänger für eine Komödie. Narco ist kein Spitzenprodukt des französischen Humors, dazu ist er zu amerikanisch, aber dennoch sehenswert.

Handlung

Narcoleptiker Gustave scheitert in der realen Welt, aber in seinen Träumen ist er der Held der fantastischten Geschichten. Da er in allen normalen Jobs scheitert, zeichnet er seine Geschichten und die werden – ohne sein Wissen – der Hit.

Warum sollte man den Film sehen?

Benoît Poelvoorde als Lenny ist zum Schreien – am Schluss Szene mit seinem Alter-Ego Jean-Claude van Damme. Mich erinnert er etwas an Is was Doc und What’s New, Pussycat?

Was nervt?

Manchmal ist es nicht ganz klar, ob der Film eine Komödie sein will. Er ist es, Ernst hat in einer Komödie wenig Platz.