All-In mit 63s
July 26th, 2006Gestern abend, kleines Holdem-NL Sit&Go (nach Kirmes und ein paar Bieren)… Ich war doch schon erschöpft und habe den Bet eines Spielers gecallt, den ich (korrekt) als tough&tight identifiziert hatte - blöd aber so ist mein Chipstack auf knapp über 1000 kollabiert - vom dritten auf den neunten Platz.
Bei insgesamt 27,000 Chips war meine Gewinnwahrscheinlichkeit quasi 0 und auch die Aussicht auf einen bezahlten Rang zu kommen war eher mau.
Die Blinds waren schon 200/400 mit 25 Ante, so dass mir nicht mehr viel Zeit blieb. Die Blinds rückten näher und ich wollte unbedingt ein Spiel machen bevor ich Big-Blind und under the gun spielen muss (man wird meist gecallt oder muss einen Steal verteidigen - nicht gut, wenn man sehr short ist).
Vor mir ein Fold, ich 63s: All-In (905). Lausige Hand, aber meine Aussichten waren derart schlecht, dass zusammen mit der Chance auf den Steal, der mir eine volle Runde gekauft hätte, ein Semi-Bluff. Am Finaltisch eines Turniers kann man (und ich denke man muss) sowas machen.
Leider gehen nach mir zwei weitere Spieler All-In (AJs und AK). OK, das wars dann. Die duplizierten Karten tun aber ihr Werk: Ich gewinne einen netten Pot mit Pair of Threes!
Warum: Ich glaube mein Spiel mit 63 war noch besser als ich geglaubt habe, da ich Karten gespielt habe, die niemand sonst spielt. Ich habe de Facto nicht gegen 2 sondern nur gegen 1,5 Gegner gespielt, was mir zusammen mit dem erhöhten Pot ziemlich gute Odds gebracht hat.
AJs war danach etwas angepisst und hat mich beleidigt; was für ein Idiot ich wär. Ich konnte nicht widerstehen zurück zu sticheln und mir war klar, dass er quasi jede Hand von mir in jeder Höhe callen wird, weil er es mir ja zeigen musste.
Etwas später war es dann so weit, genau wie vorhergesehen, werde ich All-In gesetzt und calle. Leider hatte sich 45s zum Flush entwickelt und ich war draussen.
That’s poker!

October 13th, 2009 at 5:27 am
Großartig Kollegen - da kann man weiterdenken